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Der Brief

Am Montag abend hat mein hombre mir einen Brief geschrieben.

 

Ich lag währenddessen auf der Couch, besinnungslos und hemmungslos betrunken. Ich las ihn erst am Dienstag morgen und war bestürzt und ernsthaft betroffen: Hombre droht mir mit Rauswurf, sollte ich je wieder etwas trinken. 

 

Harte Worte für eine Alkoholikerin, die noch auf ihren Therapieplatz wartet. Vielleicht zu hart? Ich habe jedenfalls drei Tage lang auf Alkohol verzichtet, war auch wieder in der Selbsthilfegruppe, aber es fällt mir sehr, sehr schwer. Und ich bin mir sicher, dass es sich mit einem Brief nicht so einfach abstellen lässt, so gerne ich das auch hätte, mir und dem hombre zuliebe.

 

Ich habe jedenfalls Suchtdruck.

 

Gestern bei der SHG sagte die Moderatorin etwas, was mir echt zu denken gab: Sie meinte, meine Mengen seien tödlich, zumindest lebensbedrohlich. Ich habe ja nun in der Klinik und in verschiedenen Therapien viel über meine Krankheit gelernt und weiß über die akuten und die Spätfolgen von übermäßigem, dauerhaften Alkoholgenuss, aber mir hat das so noch nie jemand vor den Kopf gesagt.

 

Ich habe ja schon über meine Krämpfe berichtet. Ich habe aber auch eine verfettete Leber und schlechte Blutwerte, ganz zu schweigen von Verdauungsstörungen. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt vernünftig auf dem Klo war, ohne Durchfall (leider nehme ich trotzdem nicht ab).

 

Mehr zu schreiben würde mich zu sehr deprimieren, deswegen höre ich jetzt damit auf. 

31.10.14 03:43
 


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